Abbrucharbeiten am Siemensacker starten.

Die Bagger der Sozialbau AG machen diesen Sommer keinen Urlaub.

IMG_8918.jpgSeit 27. Juli fährt am Siemensacker schweres Gerät auf. Abbrucharbeiten direkt an der Leopoldine-Padaurek-Straße sorgen dafür, dass der nördliche Gebäudekomplex mit Werkstätten und Garagen des ehemaligen Siemens-Fuhrparks (siehe Fotos) verschwinden.

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Eine frivole Entscheidung. Die Sozialbau AG hat wohl vergessen, dass die Beschwerde der BI Siemensäcker beim Bundesverwaltungsgericht gegen den negativen Bescheid zur Umweltverträglichkeitsprüfung nach wie vor anhängig ist. Erst für Herbst ist mit einem Anhörungstermin vor Gericht zu rechnen. Bis zur Entscheidung ist also rechtlich unklar, wann, ob und wie auf den Siemensäckern überhaupt gebaut werden darf.

Bald geht es Bäumen an die Rinde

Gerade in Sachen Umwelt- und Tierschutz sind noch zahlreiche Fragen ungeklärt. Trotzdem geht die Sozialbau AG, scheinbar mit Unterstützung der MA 22, unbeirrt den Weg der Verleugnung von Problemen weiter. Bereits am 12. Juli hat fast unbemerkt eine erste Baumbesichtigung zur Bestandsaufnahme stattgefunden.

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Welche Baumgruppen werden den geplanten Wohnblöcken wohl weichen müssen?

 

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Diese Frage stellen sich Anrainer und Nachbarn der Siemensäcker, die um das seit 36 Jahren gewachsene Naturrefugium bangen. Bleibt zu hoffen, dass die Rodungen nicht starten, bevor eine entsprechende Baubewilligung vorliegt. Auch die ausstehende Umweltverträglichkeitsprüfung, die laut EU-Richtlinie für solche Projektdimensionen eigentlich zwingend ist, sollte von der Sozialbau AG nicht leichtfertig ignoriert werden.

Wo bleibt das Verkehrskonzept für Leopoldau?

SPÖ-Bezirksvorsteher Georg Papai hat es im September 2016 im Rahmen einer Informationsveranstaltung angekündigt, passiert ist bis heute nichts. In Zusammenarbeit mit der Sozialbau AG und den zuständigen Magistratsabteilungen braucht es im Vorfeld der Projektierung dringend ein zukunftsweisendes Verkehrs- und Infrastrukturkonzept. Nicht nur für die Straßenzüge rund um die Siemensäcker, sondern für den gesamten Bezirksteil Leopoldau. Wer glaubt, bis zu 1.200 Wohnungen verändern eine Nachbarschaft nicht maßgeblich, der irrt gewaltig. In direkter Umgebung entstehen außerdem vergleichbare Stadtquartiere, die eine schon jetzt prekäre Verkehrssituation noch weiter eskalieren lassen.

Die Zeit läuft und wie üblich sind die Verantwortlichen von Politik und Bauwirtschaft schon spät dran. Unsere Bürgerinitiative behält die Vorgänge auf den Siemensäckern auch weiterhin im Auge. In Sachen Verkehrskonzept wird im Herbst bei der Bezirksvertretung nachgehakt. Eins ist sicher, die BI Siemensäcker lässt nicht locker!

Quellen:

Hannes Neumayer DFZ   Link dfz21.at

Kronen Zeitung

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NEOS

NEOS Wien/Emmerling ad Siemensäcker: Trotz ausstehender Gerichtsentscheide wird abgerissen!

 

WIFF

Siemensäcker: Start der Abbrucharbeiten auf dem Siemens-Gelände – Anrainer fragen: „Wie lange bleibt unser Grün noch erhalten?“ – Bürgerinitiative hofft auf UVP-Bescheid durch Oberstgericht

DFZ vom 8/9 2017
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